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Kvarner und Gebirgsteil in Kroatien
Die Gebirgslandschaften Lika und Gorski kotar verbinden den Kontinentalteil des Landes mit der Küste. Das größte Massiv ist der Velebit, der mehr als 150 km lang ist und dank seiner landschaftlichen Vielfalt viele Wanderer und Wissenschaftler anzieht. Der Velebit hat zwei verschiedene Gesichter - die westlichen Hänge bestehen überwiegend aus kahlen Felsen, während die zur Lika gekehrte Ostseite vollständig mit Wald bewachsen ist. An der Küstenseite lädt der Nationalpark Paklenica zu Ausflügen in seine tiefen und teils bewaldeten Schluchten ein; die Kontinentalseite wiederum überrascht mit einem dichten Buchen-, Tannen- und Fichtenbestand. Das gesamte Velebit-Gebirge ist zum Naturpark erklärt worden und beeindruckt den Besucher durch seine ungewöhnlichen Felsformationen, die im Lauf der Jahrtausende durch die Naturgewalten hervorgebracht wurden. Sehenswert sind so z.B. auch die Höhlen Manita pec im Nationalpark Paklenica und Cerovacke pecine bei Gracac, ferner Lukina jama, die mit ihren 1400 Metern zu den tiefsten Höhlen der Welt gehört. Die Vegetation des Velebit-Gebirges ist reich an Besonderheiten. Den Großteil der Wälder machen Buchen- und Schwarzkiefernbestände aus, neben denen nicht selten dunkelrote Lilien blühen. Hier gedeiht außerdem die endemische Velebit-Degenie, die nirgendwo anders anzutreffen ist. Von den Tieren sind Braunbär, Steinadler, Gämse, Luchs und Gänsegeier vertreten.
Im Osten der Lika befindet sich der Nationalpark Plitvicer Seen (Plitvicka jezera) mit insgesamt 16 Seen inmitten von Wäldern und steilen Felsschluchten. Zwischen den terrassenartig liegenden Seen haben sich Wasserfälle gebildet; das Gesamtgefälle beträgt über 130 m. Die Seenkette wurde in die UNESCO-Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Alljährlich kommt eine große Zahl von Besuchern hierher, die mit einem elektrisch betriebenen Zug oder einem Ausflugsboot den Nationalpark besichtigen können. Die Wälder um die Plitvicer Seen werden von Braunbären bewohnt.
Durch die Lika fließen die zwei längsten, mitunter auch unterirdisch verlaufenden Karstflüsse Kroatiens - Lika und Gacka. Die Gacka ist wegen ihres klaren Wassers und Forellenreichtums besonders unter Anglern sehr beliebt.In der Lika-Region entspringt auch die Kupa, die mit einem Teil ihres Laufs die Grenze zu Bosnien und Herzegowina bildet.
Das Gebiet von Gorski kotar ist das waldreichste des Landes. Sein vielleicht interessantester Teil ist der Nationalpark Risnjak, eine Naturlandschaft, in der der Luchs (kroat. ris) beheimatet ist, dem diese Landschaft wahrscheinlich ihren Namen verdankt. Gämse kommen hier ebenfalls vor. Sehenswert sind die dichten Wälder, das Quellgebiet der Kupa mit den Reservaten Bijele stijene und Samarske stijene, die man auf Wanderungen in der Velika kapela bewundern kann. In Crna draga, zwischen Bijele stijene und Samarske stijene, lebt eine ungewöhnliche Eichhörnchenart, die auf dem Rücken schwarz und am Bauch ganz weiß ist.
Einen malerischen Anblick bietet der Klek-Berg, der über der Stadt Ogulin aufragt. Dank seiner landschaftlichen Vorzüge wurde er zum botanischen Reservat erklärt. In der Nähe von Skrad kann man durch eine enge Bergschlucht wandern, die im Volksmund Teufelsschlucht (Vrazji prolaz) genannt wird. Ein aus Holzplanken errichteter Fußweg führt über einen reißenden Gebirgsbach. Ähnlich ist es im Kamacnik-Tal bei Vrbovsko. Bei Lokve befindet sich die Höhle Lokvarka, die sehr lang ist und ein äußerst interessantes Inneres aufzuweisen hat.
(Quelle: www.kroatien-reiseportal.de)
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